Vom Unterricht

Die ältesten Schulen auf dem Lande dienten vor allem dazu, das Glaubensgut der Kirche zu vermitteln, zu vertiefen und zu festigen. Daneben brachten aber die Schulmeister ihren Schülern Lesen, Schreiben und später auch Rechnen bei. Lehrmittel standen kaum zur Verfügung.

In den Trivialschulen wurden Religion, Lesen, Schreiben und die vier Grundrechnungsarten gelehrt. Die Unterrichtsergebnisse waren meist dürftig. Auch jetzt war Religion noch wichtigstes Lehrfach. Über den Schulbetrieb der damaligen Zeit gibt uns ein Stundeplan der Kufsteiner Volksschule aus dem Jahre 1804 Aufschluß (Tabelle [*], Seite [*]). In Inzing dürfte es zwar weniger ,,gelehrt`` zugegangen sein, doch im großen und ganzen gibt er einen Einblick in den Unterrichtsbetrieb unserer Schule.

Stundenplan der Kufsteiner Volksschule aus dem Jahre 1804

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag
Vormittag
Lesen Rel. Whlg. der Wie Wie Erklärung
1/2Std. die Kl. eigentlich Rel. Dienstag Mittwoch der
1/2Std. die Gr. die Kl. Lesen des Kat.     Evangelien
1/2Std. Rch. die Kl. 1/2Std. die Kl. L; 1/2Std. die Gr. Aus- die Gr. Sch. die Gr. Sch.; 1/2Std. die Kl.
aus dem Kopf; die Gr. 1/2Std. Rch. fragen aus dem Kat.; die Kl. L. die Kl. Rch. Rel. Whlg;
die Gr. Schr   die Kl. L. 12Std.   aus dem Kopf 1/2Std. die Gr. Kat.
Rch. Dictando Sch. Aufsätze und L. Rch. Wie Mittwoch Rech.
Nachmittag
Rel. eigentlich die Kl. Whlg. Rel.; Ferialtag die Kl. L.; die Kl. Rel. Ferialtag
die Kl. die Gr. Sch.   die Gr. Sch.    
L. mit Rücksicht auf Rch. im Kopf   wie wie  
die Realbegriffe mit Ziffern   Montag Dienstag  
Anmerkung: 1.) Die Kleinen werden vormittags nach der zweyten Stunde, Nachmittags nach der ersten
  Stunde aus der Schule entlassen.
  2.) Sobald die Kleinen es zu einiger Fertigkeit bringen, bleiben sie Nachmittags beyde Stunden,
  um im Kopfrechnen geübt zu werden.
  3.) Zum Religionsunterrichte müssen allzeit die ersten Stunden aus dem Grunde genommen
  werden, weil die Aufmerksamkeit da am leichtesten erhalten wird.

Die Abkürzungen bedeuten: Kl. die Kleinen; Gr. die Größeren; Rch. Rechnen; Sch. Schreiben; Rel. Religionslehre; L. Lesen; Kat. Katechismus; Whlg. Wiederholung; Std. Stunde;

Neben dem Unterricht spielten auch die religiösen Übungen, Gebete, Prozessionen, Bittgänge, Schulgottesdienste usw. eine große Rolle. Der Religionsunterricht wurde meist von weltlichen Lehrern erteilt. Der Ortsgeistliche beschränkte sich hauptsächlich auf die Beaufsichtigung des Unterrichtes und auf die Überwachung des religiösen und moralischen Lebens des Lehrers und seiner Schüler.

Doch nicht nur Wissen sollten die Kinder erwerben, sie mußten auch zu ,,Rechtschaffenheit und Wirtschaftlichkeit`` angehalten werden.

Die Bibel bildete die Unterlage für die Erteilung des Leseunterrichtes. Die Buchstaben wurden von einem ,,A-B-C-Tafele`` erlernt. Außer einer Tafel und einer Rechenmaschine gab es keine Lehrmittel.

Bis in die dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts gebrauchte man an unserer Schule die Fibel und die von Franz Zeller verfaßten Lesebücher für die Mittel- und Oberstufe. Sie dienten gleichzeitig auch als Sprachbücher. Dann verwendete man die von Bezirksschulinspektor Josef Steger geschriebenen Sprach- und Lesebücher, die auch viel Stoff für den Realienunterricht enthielten. Diese wurden von Lesebüchern abgelöst, die Regierungsrat Heinrich Kotz abgefaßt hatte.

Rechenbücher wurden erst seit 1890 an unserer Schule benützt. Sie veränderten sich von der Jahrhundertwende bis 1938 nicht wesentlich. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges lernen die Schüler aus moderneren Büchern rechnen.

Von 1939 bis 1945 durften sich die Schulen nur solcher Bücher bedienen, die nach der nationalsozialistischen Weltanschauung ausgerichtet waren.

Aus Sparsamkeitsgründen schrieben die Schüler noch einige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg viel auf Schiefertafeln; ja für den Rechenunterricht waren sie noch um die Mitte der Dreißigerjahre im Gebrauch.

Durch das Reichsvolksschulgesetz von 1869 kamen zu den bisherigen Lehrfächern auch Geschichte, Erdkunde, Naturgeschichte, Naturlehre, Zeichnen, Turnen und Singen hinzu. Allerdings standen diese neuen Lehrgegenstände noch im 20.Jahrhundert vielfach nur auf dem Papier. Die alten Gegenstände füllten fast die gesamte Unterrichtszeit aus. Erst als sich die neugeregelte Lehrerbildung auswirkte und brauchbare Lehrbücher und Lernmittel zur Verfügung standen, verschwanden nach und nach diese Unvollkommenheiten. Turnen und Zeichnen kamen aber noch lange zu kurz.

Es wurde schon darauf hingewiesen, daß dem Religionsunterricht in der alten Schule, besonders seit dem Beginn der Gegenreformation, die größte Bedeutung zukam. Seit 1869 waren dem Religionsunterricht drei Stunden vorbehalten. Von 1939-1945 wurden die Religionsstunden auf zwei beschränkt und durften nur nachmittags abgehalten werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg erteilten die Katecheten ihren Unterricht wieder vormittags, doch blieb er auf zwei Stunden begrenzt. Seit Generationen bis in die erste Hälfte unseres Jahrhunderts blieben die Biblische Geschichte und der Katechismus die Religionsbücher unserer Schule. Erst in den letzten Jahren machten sie zeitgemäßeren Lehrbüchern Platz.

Der Unterrichtserfolg in den Realien hängt unter anderem auch von der Zahl und Güte der Lehrmittel ab. Sie zeigen auch, wie sich die Bedeutung des Sachunterrichtes im Laufe der Jahre steigerte. 1824 hatte unsere Schule insgesamt 42 Anschauungsbilder, die aber schon vor dem Ersten Weltkrieg als vollständig veraltert ausgeschieden wurden.

Anläßlich der Erbauung des Schulhauses in der Kirchgasse erhielt auf Ansuchen des Schulleiters Nagele unsere Schule 1908 einen Staatszuschuß von 200 Kronen. Nagele beschaffte Bilder, einfache Geräte und Sammlungen für den naturkundlichen Unterricht, für den Lese- und Rechenunterricht. Die Lehrer verwenden sie zum Teil heute noch.

Viele Jahre änderte sich dann der Bestand der Lehrmittel nicht wesentlich. Die geringen Geldmittel, welche die Gemeinde zur Verfügung stellen konnte, besonders aber der Erste Weltkrieg, die Notzeit der dreißiger Jahre, stellte die Lehrerschaft bei der Beschaffung von Lehrmitteln vor große Probleme. Es folgt eine Aufstellung über die Mittel, welche die Gemeinde für die Schule vorsah:[*]



  1915 1957 1963 1965
Kanzleierfordernisse, Kataloge u.ä. - 1200S 2000S 3000S
Gebäudeerhaltung 50K 2000S 1000S 2000S
Lehr- und Lernmittel 60K 2500S 6500S 7000S



1927 besaß unsere Schule außer einfachen Geräten und Sammlungen ca.70 bis 80 Anschauungsbilder, 3 Schulwandkarten und die von der Lehrschwester Leonissa Zausinger im Jahre 1927 gekauften Bilder für den Religionsunterricht.

Trotz des großen Geldmangels unter dem damals die Gemeinde litt, konnten doch 1928 ein Epidiaskop, 1929 und 1930 zwei Nähmaschinen für den Mädchenhandarbeitsunterricht und alljährlich einige Anschauungsbilder gekauft werden.

In der nationalsozialistischen Zeit stellten das Reich und die Gemeinde freigebig Geld für den Ankauf von Lehrmitteln zur Verfügung. Aber durch den kriegsbedingten Warenmangel konnten die bereit gestellten Beträge nicht ausgenützt werden. Es bot sich aber die Gelegenheit, in dieser Zeit die Lehrer- und Schülerbücherei auszubauen. 1895 verfügte die Schule über 57 Bücher und nun konnte die Bücherei auf 455 Stück erweitert werden.

1945 besaß unsere Schule über 300 Bilder und mehrere Landkarten. In den letzten Nächten vor Kriegsende schliefen immer wieder durchziehende Soldaten in der Schule. Da gingen manche Lehrmittel verloren.

Im Herbst 1945 mußten im Auftrag der französischen Besatzungsmacht alle Bücher und Lehrmittel abgegeben werden, die irgend einen Hinweis auf nationalsozialistisches Ideengut aufwiesen. Fünf Kisten mußte Schulleiter Lorenz an die Franzosen abliefern.

Das Fehlen dieser Lehrmittel erschwerte nun den Unterricht. Was aber noch schlimmer war, es gab im Schuljahr 1945/46 keine Lese-, Sprach- und Rechenbücher, keine Fibeln und nur schlechtes Schreibmaterial. Als Lesestoff dienten Zeitschriften und Lesehefte. Für die A-B-C-Schützen erhielt die Schule 40 Schweizer Fibeln. Nur langsam besserten sich diese Verhältnisse. 1951/52 gab es noch kein Tiroler Lesebuch für die Oberstufe.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stellten sich die Eltern wesentlich anders zur Schule ein. Das Interesse für die Schule nahm überall zu und man erkannte immer mehr den Wert einer gediegenen Ausbildung. Die Gemeinde stellt nun jährlich einen größeren Geldbetrag zum Ankauf von Lehrmitteln zur Verfügung. In den letzten Jahren waren dafür 7000-10000 Schilling bereitgestellt.

Die Lehrerschaft konnte nun Geräte anschaffen, an deren Erwerb sie früher gar nicht denken konnte. Es wurden nach 1945 gekauft: 1957 ein Schmalfilmgerät und ein Bildwerfer für Dias, 1961 ein Episkop, 1963 ein Harmonium für den Gesangsunterricht, 1966 und später ein kombiniertes Säge- und Schleifgerät sowie eine Papierschneidemaschine für den Werkunterricht, eine Nähmaschine für den Handarbeitsunterricht, ein Vervielfältigungsgerät und 1969 eine Stereoanlage mit Tonbandgerät.

Auch in den Zeiten, als der Schulbesuch noch nicht verpflichtend vorgeschrieben war, pflegte man in der Schule das Singen, besonders das Einüben von kirchlichen Gesängen. Mit Recht wird dies auch heute noch an unserer Schule so gehalten, denn nirgends wird soviel gemeinsam gesungen wie in der Kirche.

In der nationalsozialistischen Zeit spielte das Singen eine große Rolle, manchmal sogar auf Kosten anderer wichtiger Fächer; gab es doch immer wieder Veranstaltungen und Feiern, bei denen die Schuljugend verpflichtet war mitzuwirken und mitzusingen.

Auch nach 1945 wurde dem Gesangsunterricht Aufmerksamkeit geschenkt. Am Bezirksjugendsingen nahm unsere Schule erfolgreich teil, so 1949 und 1950 in Telfs und 1962 in Kematen. Doch auch im Dorfe wurden, besonders als Direktor Lorenz Schulleiter war, öfters Singspiele und Singtage veranstaltet. Selbst in früheren Zeiten waren solche Feiern üblich. Nagele erwähnt, daß am 16.Jänner 1895 ein Singspiel aufgeführt wurde, das der damalige Schulinspektor Murr besuchte. Nach längerer Pause führte im Mai 1968 unsere Schule wieder ein Ortsjugendsingen durch, bei dem alle Klassen, ein Schülerchor und die Gesangsvereine des Dorfes mitsangen.

In der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre erteilte Musiklehrer Heiß aus Telfs an unserer Schule einige Jahre Musikunterricht. Die Teilnahme der Schüler war zufriedenstellend. Neben Blockflöte und Gitarre lernten die Kinder hauptsächlich Ziehharmonika. 1963 versuchte Musiklehrer Manfred Schuler aus Mutters wieder Musik zu unterrichten. Obwohl sich Schüler für Ziehharmonika, Gitarre, Blockflöte und Melodika gemeldet hatten, schlief das Unternehmen bald ein.

Der Zeichenunterricht blieb nach der Schaffung des Reichsvolksschulgesetzes noch lange ein Stiefkind der Schule. Erst Ende der Zwanzigerjahre trat eine Besserung ein. Doch eine richtige Würdigung fand Zeichnen erst nach dem Zweiten Weltkrieg als unsere Schule bereits höher organisiert war.

Mit dem Turnunterricht stand es noch schlimmer. Man hielt ihn für überflüssig, besonders auf dem Lande. Ja in den beiden ersten Jahrzehnten nach Veröffentlichung des Schulgesetzes von 1869 forderten die konservativen Kreise des Landes die Abschaffung des Turnunterrichtes für die Mädchen. Ältere Frauen aus Inzing erzählten mir, daß während ihrer Schulzeit den Mädchen das Rodeln verboten war. Sie hatten in der Schule strenge Strafe zu befürchten, wenn sie das Gebot übertraten.

Erst nach dem Ersten Weltkrieg gingen die Lehrer manchmal mit den Kindern rodeln und turnten im Sommer. Außerhalb der Unterrichtszeit wurde in der Gaisau einigen Kindern Schwimmen beigebracht. Ein regelmäßiger Tunrunterricht aber fand nicht statt, dafür fehlten sowohl ein geeigneter Platz als auch einfache Turngeräte.

Als 1921 der Deutsche Turnverein und 1928 der Christlich deutsche Turnverein gegründet wurden, wiesen beide Vereine zeitweise einen sehr regen Betrieb auf. In beiden Vereinen waren viele Schulkinder aktiv tätig. Das Schulturnen wurde dadurch nur gering beeinflußt. Der Deutsche Turnverein hatte zwar der Schule seine 1924 erbaute Halle zur Benützung angeboten. Da der Verein als zu freiheitlich und national galt, befürchteten der Bürgermeister und der Pfarrer eine politische Beeinflussung der Jugend und lehnten ab. Auch als der Christliche Turnverein eine Halle besaß, wurde diese von der Schule nur wenig benutzt, da sie nicht geheizt wurde.

Erst nach 1938 turnte man eifriger. Der Nationalsozialismus legte schon im Interesse einer starken Wehrkraft großen Wert auf Leibeserziehung. Das Stundenausmaß für Turnen erhöhte sich von 2 auf 5 Wochenstunden. Der Turnunterricht wickelte sich nun auf dem kleinen Platz neben dem Schulhaus in der Kirchgasse oder neben dem Jugendheim ab. An eigenen Sportnachmittagen betrieb man im Moos Leichtathletik. Im Winter gingen die Lehrer mit den Kindern Schi laufen oder rodeln, wenn das Wetter günstig war. Ein regelmäßiger Turnbetrieb konnte im Winter nicht erfolgen. Die Turnhalle des Jugendheimes war nun in den Besitz der Hitlerjugend gelangt. Die Schule durfte die Halle verwenden. Aber Änderungen und Renovierungen, die immer wieder in der Halle vorgenommen wurden sowie die mangelhafte Beheizung und Reinigung verhinderten einen die Gesundheit fördernden Turnbetrieb. Die andere Halle war damals schon ziemlich baufällig. Während des Krieges waren in beiden Hallen Waren eingelagert.

Von Zeit zu Zeit gab es größere sportliche Veranstaltungen für die Schuljugend. So trafen sich am 8. Februar 1941 ca.500 Schulkinder aus Zirl, Ranggen, Pettnau, Polling, Hatting und aus unserer Schule auf dem Inzinger Rakes zu einem Schiwettkampf. In der Kindergruppe und in der Mädchengruppe wurden Inzinger Schüler erste Sieger.

Nach Kriegsende verminderte sich der Turnunterricht auf zwei Wochenstunden. Das Schulgesetz von 1962 brachte der Oberstufe wieder drei Turnstunden.

Seit einigen Jahren veranstalten die Sportunion alljährlich ein Rodelrennen oder einen Schiwettlauf und der Sportverein im Sommer leichtathletische Wettkämpfe für die Schuljugend.

Das Schulhaus am Mühlweg verfügt seit 1963 über einen großen Sportplatz[*] und eine weite Rasenfläche. Bei annehmbarem Wetter wird nun hier geturnt. Während des Winters gehen alle Klassen rodeln oder Schi laufen. Bei ungünstigem Wetter benützen sie die Turnhalle des Jugendheimes. Die Beheizung der Halle ist zwar noch immer nicht zweckentsprechend, doch wird derzeit daran gearbeitet, daß in Hinkunft die Halle zufriedenstellend erwärmt ist.

Durch beharrliches Bemühen ist es Herrn Pfarrer Knabl gelungen, den Turnplatz in den Wintermonaten zu einem Eislaufplatz umzugestalten. Die Jugend benützt seither eifrig die Eisfläche. Das Eislaufen der Erwachsenen, das im ersten Jahr so erfolgversprechend aussah, hat leider nachgelassen. Auch der Eisschießverein hält auf diesem Platz seine Veranstaltungen ab.

In Knabenhandarbeit konnte der ständige Unterricht erst im neuen Schulhaus aufgenommen werden. Vorher stand kein Werkraum zur Verfügung. Früher führten nur gelegentlich die Schüler kleine Bastelarbeiten - meist Arbeiten mit Papier - in der Klasse aus. Im Winter 1956 bauten einige Buben und Mädel im Klassenzimmer Weihnachtskrippen, die dann in einer öffentlichen Ausstellung allgemein gefielen.

Bis November 1965 erteilten stets die Lehrerinnen den Mädchenhandarbeitsunterricht. Die Lehrschwester Leonissa Zausinger stellte während ihrer Tätigkeit in Inzing fast alljährlich die Arbeiten der Schülerinnen aus. Seit 5. November 1965 erteilen geprüfte Handarbeitslehrerinnen den Handarbeitsunterricht für Mädchen.

Der Unterricht in Hauswirtschaft konnte erst im Herbst 1961 aufgenommen werden. Denn erst das neue Schulhaus besitzt eine modern eingerichtete Schulküche. Im Schuljahr 1962/63, im zweiten Semester des Jahres 1963/64 und im ersten Halbjahr des Jahres 1964/65 entfiel der Hauswirtschaftsunterricht. Es stand keine Lehrerin zur Verfügung. Arbeitslehrerinnen waren damals noch Mangelware. Seit 15. Februar 1965 wird in diesem Lehrgegenstand regelmäßig unterrichtet.

Der Wert, den man den einzelnen Lehrgegenständen zu verschiedenen Zeiten zumaß, war sehr ungleich. Das zeigt die Tabelle [*] (Seite [*]) über das Wochenstundenausmaß.[*]

Wochenstunden der Lehrgegenstände.



Lehrgegenstand 1804 1878 1924 1940 1969
Religion 7 3 3 2 2
Deutsch 4 10 7 7 6
Erdkunde und Geschichte 2 2 3 4 3
Naturlehre und Naturgeschichte   2 2 3 2
Rechnen 6 4 5 4 5
Schreiben 4 2 1 - 1
Singen - 1 1 2 1
Zeichnen - 2 2 3 2
Turnen - 2 2 5 3





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